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Ein Märchen nach Wunsch

Details
VerfasserRaymond Queneau
ÜbersetzungBarbara Ronge
VerlegerKöln : DuMont Schauberg
Erscheinungsjahr1973
Auflage1 [1973]
ISBN-103-7701-0621-0
PreisDM 8.80
EinbandSoftcover
Größe18.00 x 11.50 cm
Sprachedeutsch
Abschnitte
21
Anmerkung
Dies ist die erste auf deutsch erschienene Geschichte, die ich in die Kategorie »Spielbuch« einordnen möchte. Meist wird der Text unter dem Schlagwort »Kombinatorische Dichtung« einsortiert, dient als Beispiel für Hypertext oder im wird im Zusammenhang mit Programmierung erwähnt. Aus diesem Grund finden sich auch viele online Umsetzungen des Textes, wie beispielsweise bei Florian Cramer oder im Denkzettel Nr. 13 des Instituts für Mathematik und ihre Didaktik an der Universität Flensburg.

Dieser Text ist auf deutsch erstmals erschienen in: Moles, Abraham André: Kunst & Computer, S. 191f. [Originaltitel: Art et ordinateur, Casterman S. A, Tournai 1971]. Moles dient die Geschichte als »Ein Beispiel für Fernordnung«. Er schreibt: »Dieser Text wurde der 83. Arbeitsversammlung des Ouvroir de Littérature Potentielle vorgelegt; er orientiert sich an der Form von Computer-Instruktionen oder auch von Programmiertem Unterricht« [Seite 191]. Der Text wurde allerdings nicht komplett wiedergegeben, sondern beschränkt sich auf die ersten elf Abschnitte.

Alfred Schreiber (Professor für Mathematik und ihre Didaktik an der Universität Flensburg) geht in seinem 1994 erschienen Text »Queneau, Mathematik und ›Potentielle Literatur‹« auch auf die Vorläuferschaft des Textes für Spielbücher ein, die er jedoch als unwürdige Nachfolger der Queneauschen Vorlage versteht: »[…] vermittelt dieses »Märchen nach Wunsch« seinem Publikum eine Leitstruktur, innerhalb der es – nicht zuletzt durch eine gewisse Sogwirkung – realisiert werden kann. Zugleich ist es damit, formal betrachtet, eine Art von Miniaturvorläufer der heute weit verbreiteten (auch computergestützten) Rollen- und Abenteuerspiele sowie der ersten Versuche, interaktive Romane zu entwickeln und anzubieten. Allerdings paaren sich in diesem Genre, nicht selten ästhetisch fragwürdig, beachtliche technische Perfektion und kombinatorische Komplexität mit aufdringlichen, ja abgeschmackten Inhalten (meist aus der »fantasy«- oder »adventure«-Sphäre). Ein anderes, vielversprechendes Anwendungsgebiet sind (die im überschwenglichen Computerjargon unserer Tage sogenannten) Hypermedia-Systeme, mit denen sich Text-, Bild- und Ton-Dokumente verschmelzen, in Form eines Graphen verknüpfen und z.B. für Lernzwecke darstellen lassen.« [Seite 7]

Originaltitel des Textes: Queneau, Raymond: Un conte à votre façon, 1967.

Französche Ausgaben in: Oulipo: La Littérature potentielle. Ouvrage collectif de l’Oulipo. Gallimard: Paris, 1973. ; Queneau, Raymond: Contes et propos, Paris 1981, Seite 221–226

Präsentiert auf dem 83. Treffen des Ouvroir de Littérature Potentielle [Oulipo (Werkstatt für potentielle Literatur)].

Alternative Übersetzung: Ein Märchen wie's Euch beliebt